Ein­horn, *ca. Okto­ber 2020 – aka Fee

Zucker­maus mit Gebärmuttertumor

Pfle­ge­stel­le: Susi Seidl

Patin: Kirs­ten W.

Wenn man denkt man hat schon alles erlebt und gehört im Tier­schutz, dann gibt es immer wie­der Tat­sa­chen die einen fas­sungs­los machen. Wie in die­sem Fall von Einhorn.

Das Mädel leb­te mit ihrer Part­ne­rin in einem Außen­ge­he­ge. Abge­se­hen davon, dass nur 2 Tie­re für Ganz-Jah­res-Außen­hal­tung nicht genug sind, erschwe­rend kam hin­zu, dass das Gehe­ge in der Pral­len Son­ne stand. Die Nip­pel­trän­ke war immer leer, der Nach­ba­rin fie­len lau­fend die kli­cken­den und schla­gen­den Geräu­sche auf, wenn die Meer­schwein­chen an der Nip­pel­trän­ke ver­ge­bens ver­such­ten an Was­ser zu kom­men.
Aber der Gip­fel ist, dass die Kin­der die Meer­schwein­chen mit in das Tram­po­lin genom­men haben und sicht­lich erhei­tert waren, wenn die Meer­schwein­chen "mit­hüpf­ten". Dar­auf­hin fass­te sich die tier­lie­be Nach­ba­rin ein Herz und for­der­te die Her­aus­ga­be der Meer­schwein­chen. Das hat Gott sei Dank geklappt. Von da an leb­ten sie in dann in einem per­fekt iso­lier­tem Gehe­ge und beka­men gutes Fut­ter. Nun ist die Part­ne­rin von Ein­horn gestor­ben und so fand Ein­horn den Weg zu uns.

Beim Tier­arzt-Check fiel sofort mat­schi­ger Kot auf, viel­leicht resul­tie­rend aus zu wenig Fut­ter­auf­nah­me aus Trau­er. Das Bäuch­lein war gebläht und schmerz­haft beim Abtas­ten. Die Außen­kral­le des lin­ken Hin­ter­bei­nes ist steif, ver­mut­lich ein alter Bruch. Mit nur 830 Gramm ist sie auch viel zu leicht. Wir päp­peln sie nun erst mal auf und hof­fen, dass die Kot­pro­be aus dem Labor nicht auch noch eine Hiobs­bot­schaft bringt.
Klar ist aber schon jetzt, dass sich die­se Meer­schwein­chen-Dame in Rekord­ge­schwin­dig­keit ins Herz der Pfle­ge­stel­le, aber auch in das der Tier­ärz­tin geschli­chen hat. Wir nen­nen sie nun lie­be­voll "Hörn­chen".
Ein Update zum Gesund­heits­zu­stand folgt.

Update 25.03.2025:
Bei Ein­horn hat eine wei­te­re Gesund­heits­check einen wirk­lich gro­ßen Gebär­mut­ter­tu­mor zum Vor­schein gebracht der lei­der so ver­wach­sen ist, dass eine OP zu ris­kant wäre. Ein­horn hat­te aber gro­ßes Glück und darf als Gna­den­brot­tier in der Grup­pe von unse­rem Mit­glied Susi und ihren 7 Fell­po­pos blei­ben. Die Ver­ge­sell­schaf­tung war bis auf eine klei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit Chef Marek eigent­lich nicht vor­han­den. Nach kur­zer Zeit hat sie neu­gie­rig alles erkun­det, für gut befun­den und mit ihren neu­en Freun­den ein­träch­tig am all-you-can-eat-Buf­fet geschlemmt. Ein­horn, oder Fee wie sie auf der Pfle­ge­stel­le genannt wird, ist voll mit­ten­drin und genießt sicht­lich die gro­ße Grup­pe und die vie­len Freun­de um sie her­um.
Wir hof­fen die klei­ne Fee bleibt noch ganz lan­ge bei uns – mit der erfah­re­nen Pfle­ge von Sui hat sie auf jeden Fall die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen – und genießt ihr Leben in vol­len Zügen.

Herz­li­chen Dank an Kirs­ten W. für die Über­nah­me der Gna­den­brot­pa­ten­schaft für unse­re Fee!

Ein ganz gro­ßes Dan­ke auch an die Tier­lie­be Nach­ba­rin, die Ein­horn und Ihre Part­ne­rin ursprüng­lich geret­tet hat, für die groß­zü­gi­ge Spende!