Schimmel -

Pflegestelle: Sarah A.

Paten: Betty und Marco

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Schimmel wurde am 09. Juli 2018 bei uns abgegeben, weil sein Kumpel gestorben ist und die Haltung von Meerschweinchen beendet wurde. Schimmel wurde uns als kastriertes, gesundes Männchen beschrieben. Allerdings stellte sich bei der Übergabe dann genau das Gegenteil heraus.

Schimmel war nicht kastriert und auch der Gesundheits- und Pflegezustand nicht optimal. Schimmels's Fell wurde rasiert, er hatte viele Haarlinge und das Fell war an manchen Stellen fiizig. Am Ohr hatte er einen Pilz, der nach 1-wöchiger Behandlung schnell ausgeheitl war. Schimmel hatte Atemwegsbeschwerden und ein schwaches Herz. Er konnte deshalb anfänglich nicht kastriert werden, sondern wurde knapp 1 Woche stationär in der Tierartzpraxis behandelt. Sein Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Auf der Pflegestelle wurde er anschließend weiter mit den notwendigen Medikamenten versorgt. Am 07. August, also 1 Monat nach der Aufnahme, war sein Zustand so stabil, dass eine Kastration möglich war. Die OP hat der Senior gut weggesteckt. Bereits wenige Stunden danach hat er mit gutem Appetit gefressen und lief umher, als ob nie was gewesen wäre. Schimmel hat sich prima erholt.

Altersbedingt hat Schimmel zusätzlich leichte Arthrose in den Hinterbeinchen.  Dagegen bekommt er 1 x tgl. Medizin, ebenso ein Mittel zu Stärkung des Herzens. Am rechten oberen Augenlid hat er einen kleinen Blutschwamm, den er sich hin und wieder aufkratzt. Dann muss man sein Auge mit etws Wasser vorsichtig säubern. Den Blutschwamm wegzuschneiden wäre riskant gewesen, deshalb haben wir davon abgesehen.

Zu Schimmels Charakter bedarf es einem einzigen Wort: "Zuckerschnute". Er hört auf seinen Namen und kommt neugierig an den Gehgerand um sich alle Leckereien von der Hand abzuholen. Besonders Tomate liebt er sehr. Die mampft er mit besonderer Gier und sieht hinterher dementsprechend aus, als ob er einen roten Bart hätte. Schimmel hat ein äußerst sanftmütiges Wesen und lässt sich im Gehege auch streicheln wenn man sich vorsichtig nähert. Auf dem Arm und bei der Medizineingabe hält er prima still und nimmt alles brav aus der Spritze.  

Am 23.09.2018 fiel auf, dass Schimmel sehr viel Blasenschlamm ausscheidet, woraufhin ein Röntgenbild angefertigt wurde, welches uns tatsächlich erschreckte:

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Seine Blase ist gefüllt mit klitzekleinen Harnsteinen, sein Herz ist vergrößert, ebenso die Leber und speziell die Brustkorb-Knochen zeigen deutliche Veränderungen.
Schimmel bekommt also nun zusätzlich Schmerzmittel, etwas Antibiotika und wird nicht mehr vermittelbar sein sondern kann nur noch palliativ behandelt werden - wird also ein Gnadenbrottier.  Der Bub wird auf der Pflegestelle in Petershausen bei Sarah A. bestens versorgt. Sie hat jahrelange Erfahrung mit alten und kranken Tieren und ein besonders großes Herz für Senioren.

Wir hoffen dass Schimmel noch eine Zeitlang bei uns bleiben kann. 

 

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