Notfall20180321Liebe Freunde,

unser Osterfest wird durch einen schlimmen Notfall getrübt. Am 21.03.2018 übernahmen wir aufgrund einer amtstierärztlichen Maßnahme 78 Meerschweinchen aus einem Privathaushalt. Leider handelt es sich hierbei um einen Wiederholungsfall. Bereits im Jahr 2010 übernahmen wir von selbiger Person Meerschweinchen und Kaninchen, welche ebenfalls unter tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten wurden.

Die meisten der übernommenen Tiere sind schwer krank. Fast alle leiden unter Hautpilz und Räudemilben. Viele haben Bissverletzungen, woraus sich Abszesse entwickelten (es wurden 35 männliche Tiere zusammen in einem Verschlag gehalten!), Augenverletzungen und schweren Durchfall, resultierend aus massivem Kokzidienbefall!

Nr.3Durchfall Nr50
Nr64Auge Nr64Ruecken


Einige Mädchen sind bereits fühlbar trächtig und der Nachwuchs lässt nicht mehr lange auf sich warten. Wir befürchten aber, dass noch wesentlich mehr Mädchen bereits gedeckt wurden, die selbst noch sehr klein sind und derzeit noch nichts zu spüren ist.

Roma26

Unter den vielen Tieren gibt es unglaublich viele kleine Babys, zwischen 150 und 300 Gramm leicht, aber wir fanden vor Ort kein einziges erwachsenes Meerschweinchen Mädel, das Milch hatte. Wir wissen nicht, was mit den Müttern passiert ist. Die Kleinen werden mit Aufzuchtsmilch zugefüttert. Einige Leben hängen noch am seidenen Faden. Wir tun unser Menschenmöglichstes, um alle durchzubringen.

Abygale  London
   

Leider gibt es auch Todesfälle zu beklagen. Ein Bub, welchem beide Augen durch die rivalisierenden Artgenosse ausgebissen wurden, hat die schweren Verletzungen trotz sofortiger medizinischer Versorgung nicht überlebt. Es plagte ihn zudem ein wässriger Durchfall, er war einfach zu schwach.

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Ein Mädchen brachte 3 tote Babys zu Welt und starb kurze Zeit darauf selbst. Die Tierärztin bestätigte eine Toxikose.

Für unseren Verein bedeutet dieser Notfall eine Ausnahmesituation. Unsere Pflegestellen sind noch enger als eh schon zusammengerutscht und - wie auch beim Rott-am-Inn-Notfall - haben sich liebe Adoptanten mit denen wir in gutem Kontakt stehen sofort bereit erklärt, einen Zusatzkäfig aufzustellen. Wir freuen uns über so viel Hilfestellung!

Unser größter Dank geht aber wieder an Tierärztin, Dr. Barbara Homeier, ohne deren Hilfe wir aufgeschmissen wären. Bis spät in die frühen Morgenstunden hat sie zusammen mit uns alle Tiere gecheckt, die schwersten Wunden notversorgt und geholfen, die Schweinchen auf die Pflegestellen zu verteilt. Die schwerstkranken betreut sie nach wie vor in ihrer Praxis. So ein Einsatz sucht seinesgleichen!

Sie können sich sicherlich vorstellen, welche Kosten nun anstehen. Allein 35 Buben müssen in den nächsten Tagen kastriert werden......

Wir freuen uns deshalb sehr über Unterstützung von netten Menschen, welche z.B. als Paten für die Kastration eines Buben aufkommen oder uns Einstreu oder Heu zukommen lassen möchten. Schreiben Sie uns eine Mail an info@heuwusler-muenchen.de, wenn sie unseren Tieren unter's Pfötchen greifen möchten.

Wir sind überglücklich, dass sie viele Tiere nun in Sicherheit - und hoffentlich bald gesund sind - damit sie möglichst schnell die Chance auf ein schönes, eigenes Zuhause haben. Jedes dieser armen Tiere hat es mehr als verdient und wird auf ewig dankbar sein. Nach und nach stellen wir die Tiere auf unserer Homepage vor und freuen uns über nette Bewerbungen!

Ein herzliches Dankeschön an alle, die geholfen haben, diesen Notfall zu bewältigen, insbesondere an das VetAmt dafür, dass man nicht weggeschaut hat!

Bis auf Weiteres verbleiben wir mit den herzlichsten Grüßen

Ihr/Euer
Heuwusler München e.V.

 

 

 

 

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